(Gästeführer auf dem Kamener Markt) (C) Stefan Milk

Herzlich willkommen bei der Gästeführer Gilde Kamen.

Die Gästeführer - Gilde besteht seit 2002. Wir möchten Ihnen unsere schöne Stadt vorstellen, Ihnen ihre Geschichte in Anekdoten und

Geschichtenerzählen.

 

 
Gästeführer besichtigen die Burg Altena

gfBurgAltena17Einer Einladung auf die Burg Altena von Andre Siegel, selber Kamener Gästeführer und zudem Ortsheimatpfleger für Kamen-Westick, sind einige Kolleginnen und Kollegen im Juli 2017 sehr gerne gefolgt.
Die Burg Altena ist nicht nur Standort des Museums Weltjugendherberge sondern auch des 1875 gegründeten Museums der Grafschaft Mark.
Als Museum für vaterländische Altertümer  gegründet, definiert es sich als zentrale Sammlungs- und Präsentationsstätte für das ehemalige Territorium der Grafschaft Mark. Noch heute profitiert die Dauerausstellung dabei von der umfangreichen Sammlungstätigkeit des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.
Daher hatte Andre Siegel, zum Führungsteam des Museums gehörend, seinen Kamener Kolleginnen und Kollegen entsprechend viel zu zeigen und zu erklären. Herausragende Sammlungen besitzt das Museum z.B. mit seinen  Wehr- und Jagdwaffen, Ritterrüstungen, Stilmöbeln,  Keramikobjekten und zur Archäologie der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Eisenverhüttung.  
Das neu gewonnene Hintergrundwissen zu Objekten,  Exponaten und historischen Zusammenhängen ist hilfreich auch für die eigenen Führungen zu Hause, denn  das märkische Grafengeschlecht übte im Hochmittelalter auch die Landesherr-schaft über das Gebiet der heutigen Stadt Kamen aus.
So waren sich die Teilnehmer einig, dass ein nochmaliger individueller Besuch der weithin über dem Lennefluss gelegenen Burganlage - mit seinem großen Areal und Fundus - sinnvoll ist, um die gewonnenen Eindrücke weiter vertiefen zu können.
Auch Dank der Unterstützung durch die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) sind solche Fortbildungsveranstaltungen möglich und finanzierbar.
 

 
Ein Hansekaufmann erzählt aus seinem Leben

gf717In die Zeit des Spätmittelalters zurückversetzt fühlten sich Gäste und Akteure der szenischen Stadtführung, die am 07. Juli 2017 zum erst zweiten Mal von der Gästeführer-Gilde angeboten wurde.
Schon seit dem 14. Jahrhundert wanderten Kamener Kaufleute nach Lübeck, der Königin der Hanse, aus. Einer dieser erfolgreichen Händler war Claus de Camen, der in der fiktiven Handlung der Gästeführer nun seine alte Heimatstadt besuchte.

Auf dem Marktplatz wurde Claus (gespielt von Siegfried Selle) bereits von Anna (Andrea Woter) erwartet. Ihr, der Ehefrau eines Händlers der in der Region geblieben ist, erzählt er aus seinem Leben und davon, das er in Lübeck bereits in einem Steinhaus lebt. (In Kamen waren die Wohnhäuser zu jener Zeit noch aus Lehm und Holz gebaut.)

In der Weißen Straße treffen die beiden dann auf zwei Leineweberinnen (Elisabeth Besten-Mennes und Elke Willingmann), die mit ihm über den Preis der Tuche, die sie ihm anbieten, feilschen. Sie werden sich nicht einig und verabreden sich für den nächsten Tag an der Elle des Rathauses, um dort über die Menge und Qualität der Waren weiter zu verhandeln. Auf dem Weg entlang der Stadtmauer treffen sie im Hanenpatt Maria, eine Begine, die im nahe gelegenen Beginenhaus lebt und die ebenfalls Tuche anbietet. Das mißfällt den beiden Weberfrauen, die Claus seit der Weißen Straße begleiten, aber sehr. Claus geht weiter, da er in der Severinskirche (heute Pauluskirche), zu Ehren des Heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kaufmänner und Seefahrer, aber auch der Diebe, noch eine Kerze anzünden möchte. Vor der Kirche begegnet er einer weiteren Maria (Maria-Luise Steffan), die ebenfalls Begine ist und in typischer Beginenkleidung, grau oder schwarz mit weißer Kopfbindung, auftritt. Sie begleitet ihn in die Kirche.

Damit endete die szenische Führung durch die Innenstadt. Dank dafür gebührt nicht nur den Gästeführern, die gegen „Gotteslohn“ (und eine kleine erbetene Spende für die Gildekasse) diese Veranstaltung durchführten. Gedankt sei auch den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW), die durch ihre Unterstützung der Gästeführer-Gilde solche Angebote für die Kamener Bürgerinnen und Bürger ermöglichen.

 
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