(Gästeführer auf dem Kamener Markt) (C) Stefan Milk

Herzlich willkommen bei der Gästeführer Gilde Kamen.

Die Gästeführer - Gilde besteht seit 2002. Wir möchten Ihnen unsere schöne Stadt vorstellen, Ihnen ihre Geschichte in Anekdoten und

Geschichtenerzählen.

 

 
Räuber, Halunken, Stroatekehrer

Westf Hansetag 2018

Foto (von links nach rechts): Maria Wrobel, Christiane Tlatlik, Katrin Jubitz

Unter diesem Motto stand der historische Korn- und Hansemarkt in Haselünne, von dem eine Delegation der Kamener Gästeführer-Gilde am vergangenen Sonntagabend wohlbehalten nach Kamen zurückgekehrt ist. Die älteste Stadt des Emslandes feierte parallel zum Korn- und Hansemarkt in diesem Jahr erstmals in ihrer Geschichte auch den diesjährigen Westfälischen Hansetag. Die Gästeführer-Gilde und damit auch die Stadt Kamen dort zu repräsentieren, war das Ziel und die Aufgabe von Christiane Tlatlik und Maria Wrobel.

Die beiden Damen waren beeindruckt von den Akteuren in historischen Gewändern - zu denen sie auch gehörten - die als Mägde, Junker, Bänkelsänger, Narren und Gaukler, den Hansetag am Freitag Abend mit einem imposanten mittelalterlichen Festumzug eröffneten. Auch an den beiden folgenden Tagen sorgten etliche Gaukler, Akrobaten, Märchenerzähler, Feuerspucker und Stelzenläufer neben den Musik- und Tanzgruppen für ein buntes, fröhliches Volksfest für alle Generationen.   

In Haselünne im Einsatz war zudem die Kulturchefin des Rathauses, Katrin Jubitz. Sie nahm an der Delegiertenkonferenz des Hansetages teil. Dort stehen zwei Arbeitskreise im Mittelpunkt: der historische und der für Öffentlichkeitsarbeit. Da geht es vor allem darum, Kontakte zu pflegen und Ideen weiterzuentwickeln. War die mittelalterliche Hanse ursprünglich ein Schutzbund der Kaufleute, so stehen heute touristische Impulse im Vordergrund.  

Die Ausrichtung eines Hansetages ist begehrt. In diesem Jahr wurde schon über die Ausrichtung des Hansetages im Jahr 2043! gesprochen. Im nächsten Jahr steht aber erst einmal der 36. Westfälische Hansetag in Warendorf auf dem Programm. Auch dort werden sich die Gästeführer-Gilde und die Stadt Kamen wieder präsentieren, denn vor Räubern, Halunken und Stroatekehrern - das waren im Mittelalter alle die undurchsichtigen Gestalten, denen man zu später Stunde besser aus dem Weg ging - musste sich in Haselünne niemand fürchten und das wird sicher auch in Warendorf so sein.

Ein Beitrag von Jürgen Dupke

 
Szenische Stadtführung

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Zu einer szenischen Stadtführung hatte die Kamener Gästeführer-Gilde am Donnerstag (15.03.2018) ihre Freunde, Förderer und Unterstützer eingeladen. Damit wollte sich die Gilde, die in diesem Jahr 15 Jahre alt wird, für die breite und vielfältige Unterstützung, die sie bisher erhalten hat, bedanken.

Gebeten zu der historischen Führung waren u.a. Vertreter der Stadt, der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW), der Sparkasse UnnaKamen, der Interessengemeinschaft der Kamener Kaufleute (KIG), von KamenWeb.de, dem Förderverein der Kamener Stadt- und Kulturgeschichte (ehem. Museumsförderverein) und die Unnaer Gästeführer.
Viele von ihnen haben an der Führung rund um den historischen Stadtkern teilnehmen können. Stellvertretend sei hier nur der erste Bürger der Stadt, Hermann Hupe genannt.  
    
sf3182 500Begrüßt wurden die Gäste der historischen Führung vom Steuer- und Kommissionsrat Friedrich Wilhelm Motzfeld (dargestellt von Gildemeisterin Maria-Luise Steffan), der im Auftrag des preußischen Königs zu Beginn der 1720er Jahre u.a. die Stadt Kamen bereist, um eine Bestandsaufnahme zu machen.

Während seines Rundgangs durch die mittelalterlich geprägte Stadt begegnet er mehreren  historischen Kamener Personen aus verschiedenen Jahrhunderten. Zunächst trifft er auf dem Marktplatz die Leineweberin Elke (Elke Willingmann), die ihm von ihrer Arbeit berichtet. Auf der Maibrücke kommt ihm dann die Magd Fienchen (Andrea Woter) entgegen, die über ihre Herrschaft, die Gesellschaft und insbesondere die Männer lästert. An seiner nächsten Station, dem Kirchplatz, kommt gerade eine Begine (Christiane Tlatlik) aus der Kirche und schildert ihm ihr Leben im Kloster.

sf3183 500In den 1720er Jahren standen an den Stadttoren sog. Torschreiberhäuser. An seiner nächsten Station tritt dem Steuer- und Kommissionsrat aus einem dieser Gebäude der Nachtwächter (Manfred Böse) entgegen, der sich bei ihm u.a. über die unzureichende Bezahlung durch die Stadt beklagt. Anschließend geht Motzfeld durch die Oststraße, einem bedeutenden Handelsweg, als ihm vor dem Haus Nr. 23 die Bürgerin Anna Baacks (Edith Sujatta)
begegnet. Sie wohnt dort und berichtet aus der Zeit der Errichtung ihres Hauses. Bevor er wieder den Marktplatz erreicht, trifft er in der Weißen Straße erneut die Leineweberin, die vor ihrem Haus sitzend, mit einem Spinnrad Wolle spinnt und sich mit ihm über das Leben in der Stadt unterhält. Damit, und dem Angebot einen Kamener „Seseketropfen“ zu probieren, endete die Führung.

Die Gilde dankt allen Gästen für ihre Teilnahme - hofft, das die szenische Führung gefallen hat - und wünscht sich natürlich auch in Zukunft die Unterstützung durch ihre Freunde und Förderer.

Jürgen Dupke
für die Kamener Gästeführer-Gilde

 
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